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Projektbeschreibung

1. Ausgangssituation

Auffällige Schülerinnen/Schüler und krisenhafte Situationen nehmen auch an AHS und BMHS zu. Vertreterinnen/Vertreter der Lehrer- und Elternschaft schlagen die Einrichtung einer schulischen Unterstützung in Konflikt- und Krisenfällen vor Ort vor.
Bereits jetzt gibt es im System Schule unterschiedliche Angebote durch Schulpsychologin/Schulpsychologe, Schüler- bzw. Bildungsberaterin/Bildungsberater, Klassenvorstand, Schulärztin/Schularzt, Aidsberaterin/Aidsberater, Suchtkoordinatorin/Suchtkoordinator, etc. Durch Vernetzung dieser bestehenden Einrichtungen kann deren Wirksamkeit erweitert und vertieft werden.

2. Ziel

Primäres Ziel ist es, die soziale Kompetenz an der Schule selbst zu erhöhen und so präventiv eine verbesserte Kommunikationskultur und ein effektiveres Konfliktmanagement zu entwickeln.
Es ist darauf zu achten, dass im Rahmen dieses Hilfsangebotes weder Psychotherapie, psychologische Diagnostik und Behandlung durchgeführt noch den Lehrerinnen/Lehrer und Eltern ihre Verantwortung für den Erziehungsprozess abgenommen wird.

3. Aufgabenfelder

Die wichtigsten Aufgaben für die Tätigkeit innerhalb dieses Projekts an der Schule lassen sich folgendermaßen umschreiben:

Beraten:

  • Klärende Gespräche in Konfliktfällen und bei schulischen Problemen mit allen Betroffenen
  • Erarbeiten positiver Lösungen unter Zuhilfenahme vorhandener Ressourcen
  • Möglichkeiten zur Veränderung entdecken helfen und zum ersten Schritt motivieren

Betreuen:

  • Trainieren sozialer Verhaltensweisen einzeln und in der Gruppe
  • Lerntechnikkurse
  • Vermitteln von Entspannungstechniken
  • Ausbildung und Betreuung von Peer Groups

Vermitteln:

  • Moderation von Eltern-Lehrerinnen/Lehrer-Gesprächen und anderen schulischen Gruppen
  • Mediation bei Konfliktsituationen im schulischen Alltag

4. Ausbildungsstandards

Die Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter des Netzwerkes müssen folgende Qualifikationen erworben haben:
Sie müssen nicht nur erfahrene Lehrerinnen/Lehrer ihres Fachgebietes sein, sondern auch über eine fächerübergreifende, allgemein didaktische Kompetenz, bezogen auf das Lehren und Lernen, verfügen. Grundvoraussetzung für eine honorierte Tätigkeit im Rahmen des psychosozialen Netzwerkes ist die Ausbildung zur/zum Schüler- bzw. Bildungsberaterin/Bildungsberater bzw. eine gleichwertige psychosoziale bzw. sozialpädagogische Ausbildung. Als solche gelten Ausbildungen in folgenden Bereichen:
  • Gesprächsführung
  • Moderation
  • Mediation
  • Konfliktmanagement
  • Kommunikationstraining
  • Soziales Lernen
  • Entspannungstechniken u.a.m.
Es ist dem Landesschulrat (zuständige pädagogische Abteilung, Abteilung Schulpsychologie) vorbehalten, die Anrechenbarkeit diverser Ausbildungen zu überprüfen und die Berechtigung zu erteilen.

Die Pädagogischen Hochschulen sollen sowohl für Schüler- bzw. Bildungsberaterinnen/Bildungsberater als auch für alle anderen Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter entsprechende Module zur Weiter- und Fortbildung für die Beratungsarbeit anbieten.

5. Organisatorisch-administrative Rahmenbedingungen

Die Schüler- bzw. Bildungsberaterin/Der Schüler- bzw. Bildungsberater der Schule fungiert als Koordinatorin/Koordinator beim Aufbau dieses Netzwerks. Zusammen mit der Schulleiterin/dem Schulleiter und dem SGA erhebt sie/er den speziellen Bedarf an psychosozialen Projekten. Sie/Er klärt ab, welche personellen Ressourcen im Kollegium vorhanden sind und wie diese für gemeinsame Schulprojekte genützt werden können.
Wenn an der Schule der Bedarf einer psychosozialen Betreuungsarbeit gegeben ist, kann die Schüler- bzw. Bildungsberaterin/der Schüler- bzw. Bildungsberater in Zusammenarbeit mit der Schulleiterin/dem Schulleiter, mit schulinternen Expertinnen/Experten und der regionalen Schulpsychologin/dem regionalen Schulpsychologen ein entsprechendes Projekt entwickeln.

Sie/Er reicht dieses beim Landesschulrat ein. Bei der Einreichung prüft die Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung die fachlichen Aspekte und Inhalte. Der zuständigen pädagogischen Abteilung obliegt die Genehmigung der Durchführung.

Für die Durchführung des Projekts hat die Schule die erforderlichen Ressourcen aufzubringen. Der Landesschulrat ist je nach Projektbeschreibung und unter Berücksichtigung der verfügbaren Ressourcen bereit, die Eigenleistungen der Schule aufzustocken.

Evaluation und Weiterentwicklung

Kooperation:
Die regionale Schulpsychologin/Der regionale Schulpsychologe soll ebenso wie die zuständige Schulärztin/der zuständige Schularzt zur Projektplanung beigezogen werden.
Zur Qualitätssicherung sind bei Bedarf Fallbesprechungen mit dem/der regional zuständigen Schulpsychologin/-psychologen vorzusehen.

Dokumentation / Evaluation:
Es sind Aufzeichnungen über den Projektverlauf zu führen.
Am Ende des Schuljahres ist dem Landesschulrat ein Bericht vorzulegen, in dem die Projektergebnisse dargestellt werden.

Begleitung:
Zur Begleitung und Reflexion der Projekte an den Schulen wird vom Landesschulrat, Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung, zweimal jährlich die Möglichkeit zur Fallbesprechung und zum Erfahrungsaustausch angeboten und den Projektleiterinnen/der Projektleiter die Teilnahme empfohlen.